essbare Landschaften

18. August 2013

Nach einem Wochenendspaziergang durch die stadtnahe Natur mit einem vollen Korb wilder Kräuter und Gemüse zurückkehren und eine köstliche Mahlzeit zubereiten

Kamille

Klingt wie eine utopische Idee aus einer anderen Zeit? Dass das durchaus sehr gut möglich ist und direkt vor unserer Haustür eine Vielzahl essbarer und zum Teil äußerst schmackhafter Pflanzen wachsen, denen wir normalerweise viel zu wenig Beachtung schenken, haben uns gestern Diego und Daniel vom Kräuterkauz eindrucksvoll bewiesen. Um 10 Uhr starteten wir zu einem gemeinsamen Spaziergang entlang des Fleher Bachs im Osten Kölns. Nach nur wenigen Minuten waren wir bereits völlig verschlungen, von der sich im Detail immer wieder stark ändernden Vegetation, die uns mit einer Vielzahl von Leckereien direkt am Wegesrand überraschte.

Nach der Rückkehr zum Kräuterkauz-Garten erwartete uns bereits ein liebevoll gedeckter Tisch mit einem kleinen Snack aus von den „Käuzen“ selbst hergestellten Köstlichkeiten: Honig, aromatisierte Öle, Antipasti aus Wiesenbeerenklau, Tortillas, … und vieles mehr! Ordentlich gestärkt haben wir aus den selbst gesammelten Zutaten – ergänzt um das ein oder andere Gemüse aus dem Garten – dann noch einen tollen Wildkräutersalat und auf Glut gegarte Wildgemüsepakete zubereitet, bevor wir uns zum gemeinsame Picknick an einer bunt dekorierten Tafel niedergelassen haben.

Hätten uns Sonne und frische Luft nicht gehörig müde gemacht, wir hätten unseren sympathischen Gastgebern noch lange weitere Fragen zu heimischen Kräuter stellen können. So haben wir uns am späten Nachmittag jedoch wieder mit unseren Fahrrädern auf den Heimweg gemacht. Es war ein interessanter Einblick und entspannter Tag mit den zwei Kräuterkäuzen und ca. 20 weiteren Kräuterinteressierten. Mit einem völlig anderen Blick werden wir uns in Zukunft durch Wälder und Wiesen bewegen. Wir sind uns bereits sicher, dass sich das ein oder andere Kraut eingeprägt hat und es vielleicht auch in Kürze mal in ein Ceci n’est pas un restaurant Menü schafft.

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Eine Antwort to “essbare Landschaften”

  1. Ein wikdkräutermenü wäre toll! Ich hab auch einmal so einen kräuterspaziergang mitgemacht. Es ist wirklich erstaunlich was alles direkt vor unserer Nase wächst, gut schmeckt und sonst immer nur als Unkraut angesehen wird.

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